Kultur in Waldstatt

Galerie im Otto-Bruderer-Haus


Portrait
Als der Kunstmaler Otto Bruderer 1994 verstarb, hinterliess er im Waldstätter Dorfzentrum ein stattliches Haus voller Bilder, Zeugen eines reichen Lebenswerkes. Die Töchter des Künstlers, Sylvia Eberhard-Bruderer und Charlotte Rothfahl-Bruderer verwalten seine künstlerische Hinterlassenschaft und ordnen sie. An jedem ersten Samstag des Monats hat das Publikum Gelegenheit, eine ca. 12 Monate lang bestehende thematische Ausstellung mit Bruderer-Bildern zu besuchen.


Verantwortlich
Sylvia Eberhard-Bruderer
Mittelstrasse 12
9104 Waldstatt
Tel. 071 351 67 42

Charlotte Rothfahl-Bruderer
Rauchensteinstrasse 6
5200 Brugg
Tel. 056 451 15 57
info@ottobruderer.ch
www.ottobruderer.ch

Gedenktage zu Ehren eines Kunstmalers

Otto Bruderer, Selbstbildnis. (Bild: pd)

Appenzellerzeitung vom 22. Oktober 2014

WALDSTATT. 20 Jahre ist es her, dass Ende Oktober 1993 der Kunstmaler Otto Bruderer in seinem Wohn- und Atelierhaus an der Waldstätter Mittelstrasse still verstorben ist. Seither ist das Haus mit dem reichen Erbe seines Bildschaffens zu einem Ausstellungslokal geworden, in dem auch immer wieder kulturelle Anlässe stattfinden. Die Leitung des Otto-Bruderer-Hauses lädt aus Anlass des 20. Todestages innerhalb und ausserhalb des Hauses zu Gedenkanlässen ein. Aufgewachsen in Waldstatt, lebte Otto Bruderer als zurückgezogener Mensch. Ivo Knill und Wolfgang Rothfahl stellen sein Leben in einem Vortrag vor, in dem immer auch bezeichnende Bilder für die jeweilige Lebensperiode besprochen werden. Dieser öffentliche Vortrag findet morgen Donnerstag, 23. Oktober um 19.30 Uhr im Waldstätter Mehrzweckgebäude statt.

Mit einem Konzert konnte man dem Maler die grösste Freude machen. Ein Konzert soll am Sonntag, 26. Oktober um 17.15 Uhr in der reformierten Kirche Waldstatt an Otto Bruderer erinnern. Über die Fest- und Gedenktage stehen die Türen des Otto-Bruderer-Hauses am Donnerstagabend nach dem Vortrag und von Freitag bis Sonntag von 14 Uhr bis 17 Uhr offen. (pd)





Alter Waldstätter Bahnhof

Der alte Bahnhof von Waldstatt ist ein ganz eindrückliches Erlebnis für jeden Wanderfreund.

Im Jahre 1924 wurde das alte Bahnhofgebäude in Waldstatt mit Ross und Wagen ins Bettenloch abgetragen. Das Gebäude wurde damals zunächst als Pferdestall und Unterkunft für die Waldarbeiter genutzt. Lange Zeit danach verirrte sich niemand mehr dort hin. 2001 ergriff Alfred Stricker, Alt Regierungsrat aus Stein die Initiative, den alten Bahnhof wieder zu beleben. Es bildete sich eine lose Gemeinschaft von Senioren, die „Aktion Bettenloch“. Alle Senioren sind mit Waldstatt verbunden. Einer davon ist Hüttenwart Werner Zellweger. Er achtet auf Ordnung, die Instandhaltung und Umgebungsarbeiten, stellt Brennholz bereit, erhält den Weg aufrecht und sorgt während der Sommerzeit für fliessendes Wasser aus der nahegelegenen Schlucht. Im Innern der Hütte gibt es Aufschluss über den Umzug der Hütte, das Umfeld und den bisherigen Standort und Bilder. Die Hütte bietet im Obergeschoss einen Schlafplatz mit 8 Betten. Das Untergeschoss ist die Stube mit der Möglichkeit zum selber Anfeuern. Der Weg führt über die Steinfluh, Richtung Petersalp über die Alp Gerstengschwend zum Bettenloch in Urnäsch. Die Hütte ist inmitten der Waldruhezone eingebettet und ziemlich gut versteckt. Hüttenwart Werner Zellweger mag sich noch gut erinnern, als einmal eine Wandergruppe die Hütte angetroffen hatte und erleichtert meinte: „Nach langem Umherirren fanden wir endlich den Weg zur Hütte. Wie aus dem Nichts steht man plötzlich einfach da vor dem alten Bahnhof “.

Anlaufstelle

Werner Zellweger
Mooshaldenstrasse 15
9104 Waldstatt
Tel. 071 351 68 14

Wanderung zum alten Bahnhof